Laufgedanken: Das Leben "danach"

Knapp vier Wochen ist mein Saisonhighlight nun her. Die Regeneration läuft ganz gut, der Muskelkater und die schweren Beine haben sich auch schon verabschiedet, ebenso wie der Sommer und der Herbst lässt nicht mehr auf sich warten – genau der richtige Moment um neue Pläne zu schmieden 🙂


Für mich war sehr schnell nach dem Wettkampf klar, dass ich mich nach der OD nicht direkt auf noch längere Distanzen stürze. Der Marathon im Frühjahr hat mir so sehr gezeigt, dass das nicht das richtige ist. Außerdem finde ich Wettkämpfe jenseits der 6h-Grenze eine echte Zumutung, die ich mir einfach nicht antun möchte. Nächstes Jahr zum Kölntriathlon heißt es für mich also wieder 1.500m Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen 🙂

Im Winter möchte ich nun so richtig, richtig Schwimmen lernen, damit es nächstes Jahr nicht wieder ein gefühltes Desaster wird. Ich werde im Schwimmbad also an meiner Technik arbeiten.
Beim Laufen habe ich mir vorgenommen die Grundlage für schnellere Zeiten über die Distanzen bis zum Halbmarathon zu legen. Also muss ich wohl Intervalle und Steigerungen laufen und solang es nicht glatt ist auch mal auf der Treppe des Grauens trainieren. Denn:
Das kann ich dann direkt beim Venloop 2016 testen. Nach dem Lauf in diesem Jahr möchte ich dort wirklich eine gute Zeit hinlegen 🙂
Dieses Jahr stehen dann noch der Drachenlauf an (da hab ich mich wieder auf etwas eingelassen…) 25km Trailrunning mit 1.000 HM durch das Siebengebirge, ein Lauf zum genießen, das Trainingscamp auf Mallorca und natürlich wieder der Kölner Nikolauslauf, dieses Jahr zusammen mit der lieben Steffi aus unserem Rookie-Team.
Das klingt doch nach einem Plan, oder?
Ich bin sehr froh, dass mein gutes Gefühl und mein Spaß und Ehrgeiz am Sport wieder da ist. Sportlich gesehen hat das Rookie-Projekt und ich glaube auch der Strongman-Run mir das Leben gerettet 😀
Kann ich mir vorstellen noch einmal einen Marathon zu laufen?
– Nein –
im Moment wirklich nicht. Der Marathon ist so eine besondere Distanz und ich fühle mich dem einfach nicht gewachsen. Vielleicht habe ich seit dem Düsseldorf-Marathon ein kleines Marathon-Trauma. Ich kann einfach nicht so lange so schnell Laufen, wie ich es gerne hätte. Ich möchte nicht, dass es „nur“ ums ankommen geht, ich möchte mit viel #runhappy im besten Fall unter 4h ankommen. Und ich möchte die 42,195km nicht mehr alleine Laufen.
Als wir den Berlin-Marathon im TV gesehen haben, hat mich das Marathon-Fieber natürlich wieder angesteckt. Als ich Mittags dann an einem 10km-Lauf teilgenommen habe, wurde mir aber wieder klar, dass ich für einen weiteren Marathon einfach nicht bereit bin.
Einen schnellen Halbmarathon laufen zu können ist schließlich mindestens genauso cool, wie einen ganzen irgendwie zu schaffen 😀
Irgendwann werde ich mich der Herausforderung nochmal stellen, aber im Moment ist einfach nicht die richtige Zeit 🙂
Was für ein Verhältnis habt ihr denn zum magischen Marathon?

 

10 Gedanken zu „Laufgedanken: Das Leben "danach"

  1. Julia Antworten

    Ich bin letztes Jahr in Berlin meinen ersten gelaufen. Und es lief einfach hervorragend. Die Stimmung, das Wetter, das Laufgefühl, der Kampfgeist, alles hat mitgespielt. Ich war total geflasht, kam nach Hause und dachte "Wann kann ich das wieder machen?". Ist bis heute nicht passiert. Vielleicht lief es einfach zu gut und ich trau mich nicht an den zweiten, weil er kaum so reibungslos laufen kann wie der erste. Verrückt, oder? 🙂
    Ich bin übrigens seit dieser Woche auch wieder im HM-Plan, auch für Venlo. 😉

    • Mecky Caro Antworten

      Das kann ich gut verstehen und wenn du dich an den zweiten traust, drücke ich dir die Daumen dass es dir nicht wie mir geht!!!

      Der HM in Venlo ist echt ne Reise wert! Vielleicht sehen wir uns ja dann dort 🙂

  2. Lauf Markus Antworten

    25km Trail laufen? Ach, da würde ich auch gerne mitlaufen 🙂
    Aber Pläne sehen für nächstes Jahr anders aus. Und wenn es so läuft wie gewünscht werde ich auch länger, deutlich länger, als die 6 Stunden unterwegs sein die du schon als qualvoll erachtest 😉

    • Mecky Caro Antworten

      Bei der Anmeldung musste ich auch glatt an dich denken 🙂 Mal sehen, wie es mir dabei ergeht!
      Wenn ich sechs Stunden in deinem Tempo laufen könnte, wäre das auch alles nicht so schlimm 😉

  3. Beauty Runner Antworten

    Die Marathondistanz ist wirklich nicht zu unterschätzen. Und wenn man sich durch das Internet klickt und andere Trainingsberichte oder Wettkampfberichte liest, dann schaut es bei anderen immer so "leicht" aus…so kommt es mir jedenfalls vor. Ich bin ja selber schon ein paar Marathons gelaufen, habe aber immer noch großen Respekt davor und jedes Training für mich noch immer nicht nur körperlicher sondern auch mentaler Stress. So lange zu laufen, nicht krank zu werden, usw…. Und was soll ich sagen? Es zieht mich doch immer wieder dahin zurück 🙂 Aber ich finde es auch stark zu erkennen, dass diese Distanz nicht für jeden etwas ist. Deswegen finde ich es super, dass du so darüber schreibst. Vielleicht sieht das in 1-2 Jahren auch schon wieder anders aus – wer weiß 🙂 LG

    • Mecky Caro Antworten

      Deine Berichte über die Königsdisziplin lese ich immer sehr gerne und sie haben mich auch schon motiviert.
      Es ist unglaublicher Stress und ich glaube wirklich, dass das nur Läufer verstehen können und ich bin froh, dass es Läuferinnen wie dich gibt bei welchen ich auf Verständnis stoße 🙂
      Ich würde irgendwann zB gerne mal bei dir in Wien laufen 😀
      LG

  4. EmKa tries to tell you Antworten

    Diese Erkenntnis (bzgl. Marathon) ist doch super. Du weißt was du willst und warum du läufst (+schwimmst, radfährst). Mein Ziel ist auf jeden Fall ein Marathon im nächsten Jahr (plane Turku/Finnland Anfang Juli). Das wusste ich schon, als der Muskelkater vom letzten Marathon noch nicht mal ganz weg war.
    Aber auch ganz klar: Für dien Marathon werde ich kaum auf eine bestimmte Superzeit trainieren. Ankommen – und besser sein als dieses Jahr ist das Ziel. Aber genauso wichtig ist es mir gerade meine Halbmarathonzeit zu verbessern. Die PB fällt hoffentlich diesen Winter noch. Mein Fazit: Unterschiedliche Distanzen = unterschiedliche Ziele. ☺

    • Mecky Caro Antworten

      Schwierig ist dann nur, die richtige Balance zu finden, aber ich denke du wirst das rocken!
      Wie kommst du auf Finnland? Ist der Lauf besonders schön/schwer/besonders?

      Das wichtigste ist wirklich, dass wir heil und glücklich ankommen!

  5. Claudi Antworten

    Also ich würde ja unbedingt sehr gerne mal einen Marathon laufen. Aber da ich bisher auch noch keinen schnellen Halbmarathon auf dem Konto habe, wäre das durchaus auch ein ordentliches Ziel, da hast Du schon recht. 🙂 Guter Hinweis!
    Viele Grüße,
    Claudi

    http://claudigivesitatri.de

    • Mecky Caro Antworten

      Ich glaube die Herausforderung kann auch bei der halben Distanz genauso sein wie bei der ganzen. Und wenn es kein schneller wird haben wir trotzdem einen tollen Lauf auf dem Konto 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.