Wettkampf: Regionalgas-Triathlon Zülpich Teil 1

Mein erster „richtiger“ Triathlon und damit natürlich auch die Generalprobe für die olympische Distanz im September beim Regionalgas-Triathlon in Zülpich:
Der Morgen startete früh, meine Aufregung war aber schon sehr lange vor Sonnenaufgang wach 😀 
Obwohl es noch nicht so aussah, sollte es ein schöner Tag werden.

Die ganze Atmosphäre war ein bisschen spooky, passte aber irgendwie perfekt! Ich liebe diese Minuten, wenn es überall kribbelt und man den Triathlon fast riechen kann…

Beim Aufbau der Wechselzone, und auch schon am Vorabend, konnte ich alle guten Ratschläge von Beate noch einmal durchgehen. Ich arbeitete also meine Checkliste ab und baute in Ruhe meine Sachen auf. Damit ich mich nicht verlaufe ging ich auch die Wege zwei oder drei Mal ab (einer der wertvollsten Tipps!) 
Nur die Neo-Frage machte mich nervös. Ich war so unsicher, ob ich ihn nun tragen sollte oder nicht. Beim ersten Temperaturcheck am See war klar, dass man ihn nicht zwingend bräuchte, auf der anderen Seite konnte ich nur trainieren ihn schnell auszuziehen, wenn ich ihn auch anzog…
Ich verschob die Entscheidung und dann ging es auch schon zur Wettkampfbesprechung. 
Dort gab es die letzten Infos zum Ablauf, der Strecke, Verpflegung und was es sonst noch wichtiges zu Wissen gab:
Wassertemperatur 24,4°C und somit Neoprenverbot! Bingo – so musste ich die Entscheidung also nicht selber treffen 😀

Ohne Neo ging es also pünktlich um 09:50 Uhr zum Start. Wir Frauen sollten per Landstart vor den Männern in einer Gruppe starten. Ich entschied, mich beim Schwimmen schon so gut wie möglich im Hintergrund zu halten um im Gewusel nicht plötzlich unterzugehen.

Vor dem Schwimmen hatte so den größten Respekt. 
Mein erster Massenstart. Mein erster Landstart. 
Meine wichtigen Punkte: Abstand zu Brustschwimmern, an die Technik denken, lang machen, Doppelkinn, Bauch einziehen, Rhythmus finden, Ruhe bewahren.
Der Countdown ertönte und schon ging es los.

Am Ende und am äußeren Rand des Feldes stürmte ich ins Wasser. Ich hatte zum Glück wirklich genügend Platz und konnte früh loskraulen.

Bereits nach ein paar Metern hab ich den ganzen Wettkampf-Druck vergessen, fand in meinen Rhytmus und fühlte mich gut. Kein Herzrasen, keine Panik und vor mir ein paar Füße, an welche ich mich dranhängen konnte. 
– Perfekt – 
Es wurde enger um mich herum und ich sah, dass wir schon an der Wende angekommen waren. Beate hatte mir mit auf den Weg gegeben, auch an der Wende weiter zu kraulen, das war aber leider nicht möglich. Es waren zu viele Brustschwimmerinnen um mich herum. Da ich keinen Brustbeinschlag abbekommen wollte, schwamm also auch ich per Brust um die Boje herum…
Nach der Wende waren die Füße, an welche ich mich herangehangen hatte natürlich weg. Trotzdem fand ich schnell wieder in meinen Takt und war fast ein bisschen traurig, dass die erste Disziplin gleich schon vorbei sein sollte…

Der Strand kam immer näher. Ein Blick auf die Uhr und raus aus dem Wasser. 

Leider konnte ich nicht genau erkennnen, wie lang ich nun gebraucht hatte. Mein Schatzi rief mir zu, dass ich richtig schnell geschwommen sei und zeigte nur mit dem Daumen nach oben. Also so schnell wie möglich rauf in die Wechselzone.

Einen besseren Start hätte ich mir wirklich nicht wünschen können. Ich hätte nie gedacht, dass ich so glücklich aus dem Wasser komme! Keine Panik, kein Zeitdruck. Wie schon Dori in „Findet Nemo“ sang:

Wie es mir auf dem Rad erging und ich beim Laufen über mich hinaus gewachsen bin erfahrt ihr im zweiten Teil – bis dahin: Einfach Schwimmen 🙂