Wettkampf: 1. nationaler Indoor-Triathlon

Traditionell ist Triathlon eine typische Sommer-Sportart. Schwimmen im See, Radfahren in der Sonne und auch das Laufen macht bei gutem Wetter einfach mehr Spaß. Damit der Winter aber nicht so lang wird und wir auch in der kalten Jahreszeit ein bisschen Triathlon haben, veranstaltete das Actic-Fitness den 1. nationalen Indoor-Triathlon.

Wie sollten wir uns so einen Indoor-Triathlon vorstellen? – so, wie es sich im Fitnessstudio halt anbietet: Schwimmen im Sportbecken (20x25m), Radfahren auf dem Spinning-Bike (20km), Laufen (5km) direkt nebenan auf dem Laufband.

Schon im Vorfeld wurden wir StarterInnen in Gruppen aufgeteilt. Man konnte zwischen der kurzen Distanz (250m/10km/2,5km) und der Volkdistanz (500m/20km/5km) wählen. Wechselzeiten gab es keine, da wir innerhalb unserer Gruppen gemeinsam von Disziplin zu Disziplin gewechselt haben. Dani, Nina und ich sind auf der Volksdistanz angetreten und durften sogar in einer Gruppe starten – Wohooo – Wettkampf mit den Mädels 🙂

Im Actic-Fitness angekommen wurden wir dann auch schon herzlich empfangen, konnten uns noch ein wenig umsehen und sind dann auch schon in der Umkleide verschwunden um uns am Becken zum Startschuss zu treffen.

Nach einem kurzen Einschwimmen und unserer Absprache ging es dann auch schon los. Ich hatte schon beim Einschwimmen sehr schwere Arme und irgendwie war mein ganzer Körper nicht auf Wettkampf eingestellt. Egal – jetzt waren wir einmal da und dann mussten die Muskeln da durch. Wie wir es erwartet hatten schwamm Dani sich sehr schnell einen Vorsprung heraus und so begrub ich meinen Plan, so lange wie möglich an ihr dran zu bleiben, bereits nach den ersten Bahnen 😀

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Meine Uhr stoppte und mit dem Ergebnis war ich wirklich sehr zufrieden. Wie immer, war ich natürlich auch froh, als ich das Schwimmen hinter mir hatte. Ab jetzt wurde es spannend. Meine Erfahrungen auf dem Spinning-Bike sind doch sehr begrenzt und auch auf dem Laufband bin ich eigentlich nicht zu Hause. Trotzdem konnte ich endlich einmal die Indoor-Funktionen meiner TomTom testen 🙂

Für uns drei ging es zurück ins Fitness-Studio, wo wir die Teilnehmer der anderen Gruppen noch kurz auf den Rädern anfeuern konnten. In meinem Fall war schon das Einstellen des Rades eine schwierige Angelegenheit. Irgendwie war jede Position unbequem – wahrscheinlich einfach ungewohnt. Es war so komisch, dass wir mein Rad sogar während der 20 Wettkampf-Kilometer nochmal ein bisschen verstellt haben 😀

Ich radelte los und fand eigentlich schnell in meinen Rythmus. Bis einer der Trainer neben mir stand und mich aufklärte, dass viel Widerstand nicht bedeutet schneller vorwärts zu kommen. Das Messgerät zählte die Umdrehungen der Rades und nicht die Wattzahl. Also war schlau, wer mit so wenig widerstand wie möglich radelte. Diesen Rad befolgte ich gerne – Widerstand runter und ab geht die Post. Auf gut Glück hatte ich meine MTB-Radschuhe eingepackt und die Cleats passten tatsächlich auch auf die Pedale. Im Schlusssprint sollte mir das aber noch zum Verhängnis werden. Der linke Cleat löse sich, natürlich aufgrund meines gezappels, vom Pedal und nun hatte ich die Wahl: Anhalten und wieder einklicken oder Einbeinig weiter fahren?! Ich entschied mich praktisch für den Kompromiss – langsam werden, Pedal rumdrehen und mit dem Fuß ins Körbchen.

Puh…! Da fehlte mir wirklich ein bisschen der Fahrtwind 😀 Für meinen Geschmack war der Sattel etwas zu weich und der niedrige Widerstand war sehr sehr ungewohnt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal mit einer so hohen Frequenz in die Pedale getreten habe. Das Radfahren verging wie immer viel zu schnell und schon stand ich zum eingewöhnen auf dem Laufband.

Nach einer kurzen Rechnerei, wie viel km/h denn nun wie viel min/km  sind startete ich (eigentlich) viel zu schnell auf die 5km. Es fühlte sich aber gut an, also wollte ich so lange so schnell laufe, wie ich konnte, mich dann ein wenig erholen und am Ende nochmal ein bisschen Gas geben.

Die Minuten vergingen und langsam aber sicher verstummte auch unser gequatsche. Es wurde hart. Es war heiß, mein Kopf glühte und eigentlich hatte ich mega Durst. Etwas zu trinken habe ich mich aber auch nicht getraut, da ich froh war relativ sicher auf dem Laufband zu stehen. Die letzten 1.000m habe ich dann wirklich nochmal die letzten Körner aus meinem Körper heraus geholt. Die beiden Mädels waren schon fertig und feuerten mich an, ebenso wie die Trainer und unser persönlicher Fanclub. Dann sprang die Anzeige endlich auf 5km um und es war geschafft.

Nach einem kurzen Verschnaufen entschieden wir uns, nochmal kurz ins Wasser zu hüpfen um die Muskeln ein bisschen zu entspannen. Das war ein herrliches Gefühl. Die Schwerelosigkeit im Wasser hat unglaublich gut getan und nach der anschließenden Dusche war schon fast alles wieder gut 🙂

Die Siegerehrung war total familiär. Neben Urkunde und Medaille bzw. Pokal gab es für jeden Teilnehmer noch einen kleinen Überraschungsbeutel und nun hatte ich auch endlich Gelegenheit bei dem kleinen aber feinen Verpflegungsbuffet zuzuschlagen 🙂

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Es war ein wirklich sehr schöner Vormittag! Das Team vom Actic-Fitness hat sich super um uns gekümmert. Das wichtigste ist aber natürlich, dass wir unglaublich viel Spaß hatten! Ein bisschen Triathlon im Winter ist wirklich eine willkommene Abwechslung und ich kann es jedem Athleten nur empfehlen. Es wirkt total gut gegen den Winter-Blues. Das besondere an diesem Wettkampf ist, dass man erst nach der Auswertung sagen kann, wer denn nun insgesamt der oder die schnellste AthletIn war. Währenddessen ist es natürlich etwas besonderes, dass man zu keinem Zeitpunkt alleine ist. Man steht nicht nur mit den anderen TeilnehmerInnen der Gruppe die ganze Zeit im Kontakt sondern auch die geliebten Supporter stehen den Athleten jederzeit zur Seite. Ich kann mir wirklich vorstellen, einen solchen Indoor-Triathlon nochmal zu absolvieren!

Nochmal vielen Dank an das Team Actic-Fitness, die diese schöne Veranstaltung ausgerichtet haben – beim nächsten Mal kommen wir gerne wieder!