Training: die 5 ultimativen Tipps für Laufanfänger

Kaum ist die Weihnachtsgans verdaut ist auch schon die erste Woche im neuen Jahr herum.
Bei vielen Leuten steht auf der Liste der guten Vorsätze „Das Laufen anfangen“ ganz oben – und ich kann euch sagen, dieser Anfang lohnt sich!
Leider schaffen es nur ca. 5% der Sportler ihre Vorsätze auch umzusetzen… Damit es etwas leichter fällt habe ich hier mal meine persönlichen Top-Tipps für einen erfolgreichen Lauf-Start zusammen gefasst:

1. Setzt euch realistische Ziele!

Natürlich muss es nicht direkt der New York Marathon in weniger als vier Stunden sein, aber eine Motivation kann ja nicht schaden. Ich würde euch ein schönes 5-km-Event empfehlen. 
Die Mischung machts!
Bei sehr kleinen Veranstaltungen kann es vorkommen, dass sich im Läuferfeld überwiegend erfahrene, schnelle Läufer befinden. 
Steht man hingegen bei sehr großen Veranstaltungen an der Startlinie, kann es passieren dass es auf der Strecke sehr voll ist und euch das in der Aufregung wahnsinnig macht.
Hier in Köln ist der Run of Colours so eine perfekte Veranstaltung – natürlich geht es in der ersten Linie um den Sport, aber auch das familiäre Miteinander ist für mich sehr wichtig!
Hier könnt ihr nachlesen, wie es mir bei meinem ersten Run of Colours erging 🙂
Quelle: Detlev Ackermann

2. Erstellt einen Trainingsplan

Nichts ist schlimmer, als total motiviert die Schuhe zu schnüren, loszurennen und dann nach 100m hechelnd am Straßenrand zu stehen…! 
Ich habe mal meinen Plan wieder herausgekramt.
Ich habe mit 60sec.-Intervallen angefangen und mich ganz ganz langsam gesteigert.
Lasst euch bei den Geh-Intervallen nicht beirren – jeder hat einmal klein angefangen und schon bald werden die Geh-Intervalle immer kleiner und schon bald lauft ihr auch 30min am Stück im gemütlichen Tempo durch die Gegend flanieren.
Für den Anfang solltet ihr 2-3x in der Woche die Schuhe schnüren. Fällt euch in einer Woche der neue Plan schwer, wiederholt einfach nochmal die vorherige Woche! Und lauft immer nur so schnell, wie ihr die Jog-Intervalle auch durchlaufen könnt – lieber zu langsam als zu schnell!

3. Findet die richtigen Schuhe

Man braucht keine teure Ausrüstung. Die ganzen grellen Funktionsklamotten sehen natürlich unendlich professionell aus, sind aber am Anfang gar nicht so wichtig.
Ich rate allen Laufanfängern, für die ersten Laufschuhe ein bisschen Geld und Zeit in die Hand zu nehmen und sich im Fachhandel beraten zu lassen. 
Ich finde es wirklich schwierig, einen Shop zu finden welchem man sein ganzes Vertrauen schenken kann. Ihr solltet die Schuhe auf jeden Fall richtig testen können – und das nicht nur im Laden oder auf dem Laufband!

4. Sucht ein interessantes Hörbuch

Hört man Musik beim Laufen, ist das zwar total motivierend, aber meistens läuft man dann viiiiel zu schnell!
Ich liebe die Hörbücher beim Laufen – wann hat man schon sonst so viel Zeit und Ruhe um einfach mal zuzuhören?
Außerdem kann es helfen dem Schweinehund in den Hintern zu treten – denn man möchte ja wissen wie es weiter geht!
Hier meine Lieblings-Hörbücher:
  1. Die Känguru-Chroniken – Marc-Uwe Kling
  2. Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes
  3. Inferno – Dan Brown
  4. Ich bin dann mal weg – Hape Kerkeling
  5. Sommerprickeln – Mary Kay Andrews

5. Habt Geduld 🙂

Jetzt müsst ihr wirklich eigentlich nur noch ein bisschen Geduld haben 🙂 Es geht so wahnsinnig schnell bis man die ersten Vorschritte sieht und man fühlt sich unendlich stark. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man einen kleinen Meilenstein erreicht und noch mehr, wenn man am Ende des Plans die Ziellinie übertritt, im Ziel mit einer Blume begrüßt wird 🙂
Spätestens dann wisst ihr, was mit #runhappy gemeint ist 🙂