Produkttest: o-Motion Compression-Socks

Zeit für den zweiten Teil meiner Produkttests 🙂 Da ich ja letzte Woche schon von Socken, genauer den Wrightsocks, berichtet habe, stelle ich diese Woche die Kompressionssocken von o-Motion vor 🙂

Allgemeines

Die Kompressionssocken von o-Motion haben laut dem Hersteller den Vorteil, dass die Durchblutung, die Regeneration und dadurch die Leistungsfähigkeit gefördert werden. Das soll die Muskulatur stabilisieren und Verletzungen vorbeugen. Das Blut soll vom Unterschenkel wieder schnell und sauerstoffreich zum Herzen zurück transportiert werden und die Zirkulation damit effektiv beschleunigt. Daneben bieten die Socken natürlich den üblichen Standard, halten den Fuß trocken in dem sie die Feuchtigkeit gut nach Außen transportieren. 
Die Socken sind in drei Ausführungen erhältlich. Ich habe die Version „professional“ getestet, die die stärkste Kompression aufweist und mit drei Messpunkten die extra perfekte Passform gewährt. Erhältlich sind sie in den Umfang-Größen S-XL und im Fuß von Größe 35-50. Bei meinen Bergsteiger-Waden habe ich Größe L (Umfang 44cm) und im Fuß 35-37. Im meinen Lieblings-Lauffachgeschäft Dauerlauf habe ich sogar 50% Rabatt bekommen (hab 25€ bezahlt), weil die Größe so außergewöhnlich ist 😀

Praxistest

Das erste Mal habe ich die Socken auf dem letzten langen Lauf vor dem Halbmarathon in Bonn getragen. Es war ein eher warmer Tag und ich habe wirklich lange überlegt, ob es nicht zu warm für Kniestrümpfe ist 🙂 Vor allem weil ich den ersten Schweißausbruch ja schon hinter mir hatte, bis ich die Socken anhatte…! Jochen sagte aber, das muss so sein – also muss das wohl sein 😀
Ich habe sie also die 22km getragen und hab es nicht bereut. Ich hatte sogar das Gefühl, dass der Stoff die Waden kühl hält. Das Gefühl nach dem Laufen war auch sehr angenehm. Meine Waden waren tatsächlich nicht ganz so verhärtet wie sonst 🙂 Also trug ich die Socken direkt auch beim Halbmarathon. Auch den Blasentest haben sie bestanden 🙂 Die üblichen Stellen sind wieder betroffen gewesen, aber nicht schlimmer oder besser als bei anderen Socken. 
Mittlerweile trage ich die Socken immer mal wieder, aber eher unregelmäßig. 

Fazit

Wer Wunder erwartet, wird von den Kompressionssocken natürlich enttäuscht. Das einzige, was uns wirklich schneller/besser macht, ist hartes Training. 
Wenn ich die Socken aber auf längeren Strecken getragen habe, sind die Beine nicht so schwer wie sonst und auch die Muskulatur war weicher als ohne die Kompressionswirkung. Auf die Massage mit der Pferdesalbe habe ich aber trotzdem nicht verzichtet. 
Beim nächsten Mal würde ich aber vielleicht eine Nummer kleiner im Umfang wählen, weil ich manchmal das Gefühl habe, dass die Socke schon etwas ausgeleiert ist. (Fraglich ist hier natürlich, ob ich die über meine Monster-Waden bekomme :D) Wenn ich sie anziehe bricht mir nicht mehr so direkt der Schweiß aus, aber eng sind sie eigentlich immer noch.
Auch würde ich mich beim nächsten Mal für die Calves entscheiden, also nur für den Schaft mit der Kompressionswirkung. Ich gebe die Hoffnung halt nicht auf, die perfekten Anti-Blasen-Socken für meine Füße zu finden.
Alles in allem kann ich die Socken aber mit gutem Gewissen weiter empfehlen, auch wenn sie mit fast 50€ Normalpreis natürlich nicht ganz günstig sind.
Wie immer stellt dieser Bericht nur meine persönliche Erfahrung und Meinung dar. Weder der Hersteller noch der Verkäufer haben auf dieses Fazit Einfluss nehmen können.
Lauft ihr mir Kompressionssocken?