Laufgedanken: panische Vorfreude Part II

Hallo meine lieben Motivatoren 🙂
Wahnsinn… waren es eben noch 5 Wochen, 2 Tage 16 1/2 Stunden ist der Marathon jetzt schon zum greifen nah! Morgen geht es mit der lieben Saskia zur Messe und seit gestern ist die Marathonvorbereitung auch endgültig abgeschlossen. Jetzt kann ich wirklich nur noch abwarten 🙂
Mein Schlachtplan steht auch schon – und ja ich habe die vollen 42,195km durchgeplant 😀 Ich weiß, was ich anziehen werde, was ich frühstücke, wann wir uns auf den Weg machen, wann ich mein Schweißband tausche und auch, wann ich mein Dextro nehme! Ich weiß, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, aber mit der Planung geht es mir einfach besser!
Ich freu mich aber riesig! Natürlich habe ich einen wahnsinnigen Respekt vor der Strecke, aber ich habe die letzten sechs Monate so viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt, dass es einfach gut werden muss. Und wenn nicht, lag es auf jeden Fall nicht an der Vorbereitung. 
Ich dachte mir, es ist jetzt mal Zeit ein kleines Fazit zu ziehen 🙂
Ich bin genau 850km gelaufen. Das macht insgesamt eine Trainingsdauer (reine Laufzeit) von 85 Stunden, oder ein bisschen mehr als 3 1/2 Tage. Ich bin mit dieser Entfernung sogar 0,02x um die Welt gekommen 😀 Dazu kommen noch knapp 15 Stunden Alternativtraining und 15 Stunden Yoga bzw. Faszientraining.
Eigentlich wollte ich in den sechs Monaten auch noch so 5-6kg Gewicht verlieren – das hat wohl leider nicht hingehauen… Aber wer konnte auch mit diesem Riesen-Hunger nach den langen Läufen rechnen??? Daraus lerne ich jetzt einfach, dass ich mich halt etwas zurück halten muss und wieder diszipliniert essen 🙂
In meiner Gefühlswelt geht es auch ständig auf und ab 🙂 In unserem Lokalradio gibt es im Moment die Reihe „42 Kilometer in 42 Sekunden“ hier erzählen täglich die verschiedensten Marathonis von ihrem Finish in Köln – und ich hab natürlich jedes Mal Tränen in den Augen 😀 An allen Park-Verbots-Schilder sowie alle Hinweisschilder an den Haltestellen muss ich ein quicken/kreischen unterdrücken und an jedem Plakat der Rheinenergie, welches auf den Marathon abzielt werde ich rot wie eine Tomate 😀

Ich möchte mich auch noch schnell bei ein paar lieben Menschen bedanken. Der allergrößte Dank geht dabei an meinen Schatz, der mich immer unterstützt, motiviert und aufgebaut hat. Er ist während der langen Läufe geduldig neben mit hergerollt und hat mich mit allem versorgt, was ich so brauchte.
Dann natürlich bei meinen Lauffreunden aus dem Lauftreff, die für jede Frage ein offenes Ohr hatten und so manchen Lauf aufgelockert haben! Zusammen vergeht die Zeit doch viel schneller 🙂
Und natürlich allen Lesern des Blogs! Jeder einzelne Kommentar hat mir unglaublich viel Kraft gegeben und ich hab mich jedes Mal riesig gefreut! Es ist ein tolles Gefühl wenn man weiß, dass man seine Erfahrungen teilen kann, Ratschläge erhält und dadurch manche Dinge manchmal einfach aus einem anderen Blickwinkel sieht.

Ab Sonntag bin ich (hoffentlich) der lebende Beweis, dass wirklich Jeder Marathon laufen kann. Es kommt nur auf genügend Zeit, Geduld und das richtige Training an!