Laufgedanken: Hello Again!

Was für ein Sommer der da hinter uns liegt 🙂 Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, also nehme ich euch heute mit auf eine chronologische Reise durch die schönsten Monate des Jahres!

Von Amsterdam aus ging es direkt zu Deutschlands größtem Triathlon. Der Hamburg-Triathlon sollte meine zweite Sprint-Distanz in diesem Jahr werden.

hamburg

Auf dieses Wochenende habe ich mich wahnsinnig gefreut! Die Cologne Triathlon Rookies 2015 sind (fast) alle mitgefahren und so kam es zu einer richtigen Klassenfahrt in die zweitschönste Stadt 🙂 Perfekt war an dieser Veranstaltung, dass die Sprint-Distanz am Samstag stattfand und die Olympische am Sonntag. So konnten wir uns gegenseitig toll unterstützen und anfeuern. Es ist definitiv die längste Wechselzone der Welt!!! Wahnsinn – besonders in T1 kam mir der Weg eeeewig vor! Die Strategie hier war einfach: Vollgas von Anfang an und dann hoffen, dass es beim Laufen nicht so schlimm wird.  Super glücklich und mit einem dicken Grinsen im Gesicht kam ich im Ziel an – es tat weh aber es hat mega Spaß gemacht!

Das Hamburg-Wochenende war für mich zeitgleich der Startschuss in eine sehr trainigsreiche Sommersaison. Ich hatte mich dort entschieden, mir von unserem Vereinstrainer Clemens wöchentlich Trainigspläne schreiben zu lassen. Von da an hieß es also nicht mehr: „Wodrauf hab ich denn heute Lust?“ sondern „Was hat der Trainer wohl für heute aufgeschrieben?“ Meine Erfahrungen mit dem Training nach Plan werde ich in einem eigenen Beitrag berichten!

Wieder in Köln angekommen warteten ein wenig später auch schon die 10-Meilen von Köln auf mich. Der 10er in Amsterdam lief ja nicht, wie geplant. So wollte ich diesmal wirklich Bestzeit laufen!

10meilen

Wieder reichte es leider nicht zur Bestzeit, der Lauf war 10km Quälerei, aber war der Lauf nicht ein Freund, dann war er auf jeden Fall ein Lehrer 🙂 Wie immer ließ ich mich davon nicht aus dem Konzept bringen. Es folgten sehr trainigsintensive Wochen, bis es im August dann wieder nach Hamburg ging. Diesmal aber zu den Euro-Eyes-Cyclassics. Es sollte ein wunderbares Wochenende mit ein paar der Rheinlandperlen werden. Zusammen wollten wir die Stadt ein wenig unsicher machen. Ein tolles Radrennen! Es war der absolute Wahnsinn! Gestartet bin ich wirklich ganz ganz ganz hinten, zwischen den Teilnehmern mit ihren Stadträdern. Egal, als Triathletin kann ich auch alleine im Wind fahren 😀 musste ich aber zum Glück nicht. Schon nach ein paar km fand ich Anschluss in einer Gruppe, die auf der linken Spur Vollgas gegeben. Es hat einfach hammer Spaß gemacht! Ich habe in einem Rennen noch nie soooo viele Leute überholt! Wieder bin ich also mit einem breiten Grinsen aus der schönen Hansestadt Richtung Köln gefahren!

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Der Köln-Triathlon stand am ersten September-Wochenende an und sollte mein erstes Saison-Highlight werden. Viele viele Trainingsstunden lagen hinter mir, der Sommer meldete sich nochmal in einer Herrlichkeit zurück und ich freute mich wie Jeck auf die Olympische Distanz! Die Radstrecke sollte um einiges länger sein, als im letzten Jahr. Ich fühlte mich aber unglaublich gut und wollte meine Zeit aus dem letzten Jahr auf jeden Fall unterbieten. Schließlich war ich sehr viel besser vorbereitet!

cctw

Der Wettkampf lief dann einfach wie am Schnürchen! Wie immer tat mir das Laufen am Ende wirklich weh, aber irgendwie gehört das bei mir ja dazu. Hier noch ein paar kleine Anekdoten. Beim Schwimmen auf der Regattastrecke wusste ich durch die regelmäßigen Markierungen jederzeit wie weit ich noch schwimmen musste. Nach den ersten 500m stand irgendwas mit 13min. auf meiner Uhr. Jap, ganz gut im Zeitplan. An der Wendeboje stand dann immer noch irgendwas mit 13min (?) auf meiner Uhr. Hm… das konnte nicht sein! Langsam leuchtete mir ein, dass meine treue TomTom mir nicht die Dauer, sondern die aktuelle Uhrzeit anzeigte 😀
Die Radstrecke war dann leider mega voll, sodass regelkomformes Fahren eigentlich nicht möglich war. Im Ziel angekommen, konnte ich es kaum fassen! Ich hatte meine Zeit aus dem letzten Jahr um fast 10min. unterboten und das obwohl die Radstrecke knapp 6km länger war! Das harte Training hatte sich also echt gelohnt!

roc

Schon ein bisschen später stand der mit Abstand schönste Lauf der Jahres im Kalender: es war wieder Zeit für den Run of Colours! Wie ihr wisst, ist dieser Lauf einfach meine Herzensangelegenheit! Und so freute ich mich natürlich auch dieses Jahr 🙂 Ich konnte dieses Jahr sogar meinen Arbeitgeber vom Run of Colours überzeugen, sowie auch meine Mama, mein Schöppe und meine beste Freundin 🙂 Der Trainer hatte für den Tag den 5er entspannt und den 10er auf Knallgas aufgeschrieben. So bin ich mit Mama und Freundin den 5er in entspannten 31min. gelaufen (für die beiden übrigens PB – nochmal Herzlichen Glückwunsch und ich bin mega stolz auf euch!) Wenig später stand ich zusammen mit Schöppe dann wieder an der Startlinie um den 10er zu bestreiten. Ziel war hier: Bestzeit! Also von Anfang an Gas geben 🙂 Man, war ich froh, dass ich nicht alleine war, denn Spaß hat das wirklich nicht gemacht! Es war ein ganz schön hartes Stück Arbeit. Belohnt wurde ich für die Quälerei dann tatsächlich mit einer neuen PB – und das obwohl ich vorher ja schon einen 5er gelaufen war 😀

koeln

Nach einem kleinen Abstecher zur Spirit of Belron Challenge in London war es auch schon Zeit für den Köln Marathon. Ich brannte richtig auf den Halbmarathon. Soviel Training, so viel Fleiß, Freude und auch die ein oder andere Enttäuschung lagen hinter mir. Wie immer kam pünktlich zur Wettkampfwoche ein kleiner Marathon-Schupfen. Alles halb so wild – vor lauter Aufregung habe ich (fast) jedes Mal kurz vor dem Wettkampf eine Pseudo-Erkältung. Ich bin also in die Apotheke geflogen und habe mich mit pflanzlichen Immun-Boostern eingedeckt. Leider wollte es aber einfach nicht besser werden – ganz im Gegenteil – eigentlich wurde es immer schlimmer 🙁 Ich bin (natürlich) trotzdem gestartet. Und am Anfang lief es wirklich gut. Wir sind sogar auf den 2h-Zugläufer aufgelaufen. Nach 10km fühlte ich mich plötzlich, als hätte einfach jemand den Stecker gezogen und es war die reine Quälerei bis ins Ziel. Aus den geplanten 2:04h sind si 2:19h geworden. Es war natürlich auch blöd, es trotz Erkältung zu versuchen, aber gar nicht zu starten war für mich auch keine Alternative.

refrath

Und auch heute beim Halbmarathon im Rahmen des Refrather Herbstlauf sollte es wieder nicht ganz wie am Schnürchen laufen. Die erste Runde lief mit einer Pace von 5:50min/km richtig gut nach Plan. In der zweiten Runde wurde es schon schwerer. Ich bin dann auch noch leicht umgeknickt und hab in der dritten Runde schließlich mit Seitenstechen gekämpft. Leider war da nicht mehr viel mit #runhappy…

Mein Fazit aus diesem tollen Sommer ist nun folgendes:

Triathlon rockt – vor allem wenn das Wetter so mitspielt wie in diesem September! Ich kann mit Hitze wirklich besser umgehen, als mit Kälte!

Rennradfahren rockt fast noch mehr und ist eine Erfahrung, die ich wirklich jedem Triathleten (und natürlich auch allen Anderen) ans Herz legen möchte. Es ist nicht gefährlicher als ein Triathlon und man muss einfach ein bisschen Acht geben. Radsportler sind aber keine Monster, die nur zum Ziel haben andere Radler vom Rad zu holen! Es lohnt sich wirklich, wenn man mal nicht alleine gegen den Wind kämpfen muss!

Ich werde so schnell keinen Halbmarathon mehr auf Zeit laufen, sondern mich stattdessen mehr auf die 10km konzentrieren. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich noch nicht weit genug gekommen bin, um meinen eigenen Ansprüchen auf der HM-Distanz gerecht zu werden. Dazu kommt noch, dass ich auf der 10km-Strecke im Moment unglaublich viel Spaß habe – und #runhappy ist das einzige was zählt!