Wettkampf: ELE-Triathlon Gladbeck 2017

 

Weil „Spontan“ manchmal die beste Wahl ist und mir die kurzen Distanzen mega Spaß machen stand ich Sonntag Morgen also an der Startlinie des ELE-Triathlon Gladbeck. War es in den letzten Tagen endlich richtig sommerlich, versprach der Tag klassisches Aprilwetter. Als wir dann im Regen in die Wechselzone eingecheckt haben, kam unweigerlich die Frage nach dem „Warum?“. Aber nun waren wir ja schon aufgestanden und auch da, also sollte es auch auf die Strecke gehen 🙂

Der allererste Plan war, nicht so viel Zeug und Klamotten mit zu schleppen. Bei den letzten Wettkämpfen hätte ich gut und gerne ein verlängertes Wochenende in der Wechselzone verbringen können. Riegel, Getränke, Klamotten, Handtücher, Schuhe, Schwimmbrillen und natürliche meine BlackBeauty, Haargummis, Startnummernbänder, Chipbänder, Sonnenbrillen und, und, und… Es ist wirklich schwer sich an der allgemeinen Materialschlacht nicht zu beteiligen – ich setzte mir ein Limit: Es sollte nur mein Trainingsbeutel, exklusiv des Helms sein. Und siehe da: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg 😀

So kam ich sehr entspannt in der Wechselzone an. Ich hatte mich das erste Mal nicht schon vor dem Wettkampf kaputt geschleppt – das Einzige was in meiner Planung fehlte, aber auch dafür hätte ich noch Platz gehabt, war eine große Wasserflasche. Zum Glück standen aber schon Helfer mit den Verpflegungsständen bereit, sodass ich nicht verdursten musste.

Der nächste Vorteil, wenn man nicht so viel Material mit hat: die Wechselzone ist ruck zuck aufgebaut. Schnell noch ein Handtuch über die Schuhe, falls es wieder anfängt zu schütten und schwups ging es auch schon zum Schwimmbecken.

Wir schwammen mit neun Schwimmern auf einer 50m-Bahn. Ich habe mich leider falsch einsortiert und so schwamm ich als letzte Schwimmerin los. Während vorne ein paar Schwimmer wegzogen kämpfte ich mich an Teilnehmern vorbei die mit Brustschwimmen ihre Bahnen zogen. Egal – ich war ja nur zum Spaß dort und so konnte ich vielleicht ein paar Körner sparen – wer weiß ob ich sie noch brauchen würde 🙂

Mit dem Ergebnis war ich trotzdem, oder gerade deswegen total zufrieden. Als ich aus dem Becken kletterte entschied ich mich, den Triathlon wirklich zu genießen und so tapste ich in aller Ruhe in Richtung Wechselzone. Es regnete immer noch, aber am Himmel wurde es langsam heller. Die Radrunde war 5,5km lang, somit mussten wir sie vier mal Fahren. Die Strecke war nass und ich wollte vorsichtig fahren, nicht überpacen und einfach mit ganz viel Spaß über die Strecke fliegen. Da hatte ich die Rechnung aber ohne meine Blackbeauty gemacht: Der Schnitt wollte einfach nicht runter gehen und so ließ ich es einfach rollen. Die Zeit verging viel zu schnell und schon spazierte ich wieder in die Wechselzone. Schuhe an und ab auf die Laufstrecke. Hier hatte ich mir vorgenommen ein gleichmäßiges aber flottes Tempo zu laufen. Vor allem wollte ich wieder an meiner mentalen Stärke arbeiten, nicht aufgeben und auch laufen, wenn es ein bisschen weh tat. Zwei Runden á 2,5km  galt es zu bewältigen. Es regnete übrigens immer noch. Meter für Meter konnte ich mich aber mehr über den Regen freuen! Gibt es etwas schöneres als einen erfrischenden Sommerregen? Spaß ist schließlich, wenn man trotzdem lacht 🙂

Auch die zwei Laufrunden vergingen eigentlich viel zu schnell. Die Beine waren mittlerweile zwar schwer, aber ich war trotzdem ein bisschen traurig, dass es schon vorbei war. Mit einem Strahlen im Gesicht überquerte ich die Ziellinie und war fast etwas überrascht, dass ich trotz der Trödeleien bei den Wechseln so schnell gewesen bin – das Training läuft also 🙂

Das war also ein gelungener Triathlon-Auftakt und gleichzeitig der Saisonabschluss – obwohl ich nicht ausschließe, dass ich noch den ein oder anderen Ausflug zum Triathlon mache – einfach weil es so schön ist!